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Eine Veranstaltungseinladung zu einem Abend mit Hans Well und den Wellbappn am 19.März 2026 18:30 Uhr

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Stellungnahme zum Artikel in der NN vom 28.1.2025 Seite 11 "Haben Redner den Holocaust verharmlost?'''

Seit Jahren ist das NEFF (Nürnberger Evangelisches Forum für den Frieden e.V.) Mitveranstalter bei der Holocaust Gedenkveranstaltung am Platz der Opfer des Faschismus. Im Artikel ist nur vom NEFF als Veranstalter die Rede. Die Gedenkveranstaltung war eine Gemeinschaftsaktion zusammen mit dem VVN (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten)

Wir veröffentlichen hier die Stellungnahme von Georg Neubauer vom VVN zu dem Verlauf der Gedenkveranstaltung. Er hat sich noch während der Veranstaltung von den Äußerungen des letzten Redners distanziert.

"Die Kundgebung war erfreulich gut mit ca. 120 Teilnehmern  besucht. Auch die Redebeiträge von Hanspeter und Bürgermeister Vogel kamen gut an.

Die dritte Rednerin Shelly Steinberg hat in Nürnberg im Herbst im Lorenzer Kommentar-Gottesdienst zum GAZA-Krieg gesprochen und wurde mir als sehr kompetent von dort Anwesenden empfohlen. Sie kritisiert die israelische Regierung, vor allem das Vorgehen der Israelischen Armee im GAZA-Krieg heftig,  Ebenso auch die militärische Unterstützung dieses Kriegs durch die Bundesregierung.

Persönlich habe ich an ihrer Rede wenig auszusetzen. Nach meinen Informationen decken sich ihre Positionen inhaltlich weitest gehend mit Aussagen zu diesem grausamen Krieg u.a. vonseiten der UN-Menschenrechtskommission oder von Menschenrechtsverteidigern wie „Amnesty International“ und auch „Human Rights Watch“.

Das hört/sieht man leider hierzulande eher selten in unseren Medien!

Manche mögen es, manche nicht. Shelly hat bei ihrem Vortrag dafür immer wieder Beifall, aber auch einzelne Unmutsbemerkungen bekommen.

Ja. es hat auch einen „Vorfall“  gegeben:

Shelly hatte einen Freund dabei. Ein Teil seiner Großeltern  wurde in Auschwitz ermordet.

Er wurde mir vorgestellt als „ israelischer Friedensaktivist, der sich u.a. dem Vermächtnis der Weißen Rose verschrieben hat“ und der die jetzige Situation in Israel gut kennt. Das war verbunden mit der Bitte, ob er auch ein paar Worte zu uns sprechen kann. Ich habe zugestimmt mit der Bitte, das auf max. 5-6 Minuten zu beschränken.

Er hat dann viele brutale Details dieses Kriegs aufgelistet und am Schluss die Situation in Gaza mit dem Holocaust – und den Zionismus mit dem Nazismus (= Faschismus) gleichgesetzt.........
. (Er hat seine Rede frei vorgetragen, auf Englisch, übersetzt von Shelly) 

Im Allgemeinen kommentieren wir nach einer Veranstaltung Redebeiträge nicht. Es muss ja auch nicht jede(r) mit jedem gesprochenen Wort einverstanden sein.

(Ich muss zugeben, auch ich war leicht verstört über diese Gleichstellung. Einzugreifen und Ihm sogar das Micro weg zu nehmen (wie mir auch empfohlen wurde), wäre allerdings keine gute Lösung gewesen.) 

Ich habe am Ende der Veranstaltung in einem kurzen Schlusswort dann dazu festgestellt:

Eine Gleichsetzung der barbarischen Verbrechen des Naziregimes mit dem GAZA-Krieg ist nicht akzeptabel. Sie sind in ihrer ungeheuren Brutalität und ihrem Ausmaß unvergleichbar. Und dabei muss es auch bleiben! Und: Eine Gleichsetzung auf einem (neuen) Schild von Faschismus und Zionismus wird es jedenfalls nicht geben.

Soweit meine Wahrnehmung und Darstellung."

Georg Neubauer

Wir vom NEFF können noch unser Bedauern hinzufügen, dass es auf der Gedenkveranstaltung zu Äußerungen gekommen ist, die zumindest einen politischen Diskurs nötig gemacht hätten. Dies war dem Anlaß entsprechend nicht möglich. Wir behalten uns vor, zu gegebener Zeit eine Veranstaltung zu diesem Zweck durchzuführen.

 

Ein Klick auf das Vorschaubild macht den Artikel lesbar.

Stellungnahme zum Artikel in der NN vom 29.1.2025 Seite 9 "Ich bin fassungslos und geschockt''

NEFF ratlos

Von Presseartikeln, gegen die man sich nicht wehren kann
Von Hintergründen, die nicht durchschaubar sind

Wir wählen diese Form der Darstellung, weil wir keine andere sinnvolle Möglichkeit für
eine öffentliche Stellungnahme finden, die für alle den Sachverhalt transparent machen
kann.

Was ist passiert?
Ein Dilemma: Bei der Holocaust-Gedenkveranstaltung am Platz der Opfer des Faschismus
bittet die letzte Rednerin die Veranstalter NEFF und VVN-BdA einen Freund, der sich unter
anderem dem Vermächtnis der Weißen Rose verschrieben habe – israelischer
Friedensaktivist – ein Grußwort sprechen zu lassen. Dieser Bitte wurde leider entsprochen
– ein Fehler, wie sich herausstellte. Dieser Redner nutzte aus seiner Betroffenheit heraus
die Gelegenheit, um seine Sicht der Dinge darzustellen. Der Redeinhalt war mit uns nicht
abgesprochen und auch nicht akzeptabel.
Als Veranstalter hat es zwei Möglichkeiten gegeben: Dem Redner das Mikrofon zu
entziehen oder ihn ausreden zu lassen und sich sofort inhaltlich davon zu distanzieren.
Wir haben die zweite Möglichkeit gewählt.
Die Würde des Ortes und der Gedenkveranstaltung sollte nicht durch Vorwürfe und
Diskussionen gestört werden.

Was macht die NN?
Die Veranstaltung war am Sonntag. Am Dienstag erschien ein Artikel von Alexander Brock
in der NN. Seinem Artikel entnehmen wir – er beruft sich auf Zeugenaussagen – dass er
selbst nicht dabei war. Das genügte, um in der Überschrift mit Fragezeichen
Antisemitisches zu suggerieren und das Ganze als Eklat zu definieren. Wobei der Eklat für
ihn darin bestand, dass Leute gingen. Manche vielleicht unter Protest – es gab auch
Zwischenrufe, andere wollten vielleicht den Redner nicht mehr hören, wiederum anderen
war es vielleicht zu kalt. Die Veranstaltung lief ja schon eine Stunde und sollte bereits
zuende sein. Das Wort „Eklat“ ist geeignet das NEFF in Misskredit zu bringen.

Was macht das NEFF?
Mangels Gelegenheit zur Äußerung stellen wir auf unserer Website Fakten richtig und
äußern unser Bedauern über die Mißtöne des letzten Redners.

Was macht die NN?
Am nächsten Tag, Mittwoch, erscheint wieder ein Artikel mit der Überschrift „Ich bin
fassungslos und geschockt“
Hier äußert der evangelische Dekan Schiller seine Betroffenheit über die Veranstaltung,
bei der er nicht dabei war, und die von einem Reporter geschildert wurde, der wohl auch
nicht dabei war. Herr Schiller hat mit der ganzen Sache nichts zu tun. Er nutzt die
Möglichkeit, um über das NEFF mit verallgemeinerten Beispielen zu urteilen. Das NEFF
wurde nicht zu einer Stellungnahme befragt. Es geht wohl darum, uns als Gesamtes zu
diffamieren.
Der Artikel endet mit dem Zitat von Dekan Schiller „Für Holocaust-Verharmloser gibt es
keinen Platz in der evangelischen Kirche.“
Aus dem Kontext heraus werten wir das als Unterstellung, die wir entschieden
zurückweisen
.

Was macht das NEFF?
Wir nehmen das mit Staunen und kopfschüttelnd zur Kenntnis. Gleichzeitig wollen wir
Übersicht behalten, machen unsere Fragen öffentlich, um vielleicht Mitstreiter zu
gewinnen, die auch mithelfen können, unsere Reputation zu behalten.
Angesichts der Weltlage sehen wir es jedoch als evangelische Christen als unsere
Hauptaufgabe unseren Beitrag zum Frieden zu leisten und ein Forum zu bieten für
problemlösende Ansätze.
Ob dies mit oder ohne die evangelische Kirche in Nürnberg geht, steht nicht in unserer
Macht. Wer sonst noch ein Interesse hat, unsere Friedensarbeit zu sabotieren, bleibt der
Phantasie überlassen. Die Zeitungsartikel legen jedoch nahe, dass es diese Bestrebungen
gibt. Machen Sie sich bitte Ihr eigenes Bild.
Für uns gilt uneingeschränkt die Formulierung, die Georg Neubauer bei der
Gedenkveranstaltung in seinem Schlusswort auch zur Distanzierung verwendet hat:
„Eine Gleichsetzung der barbarischen Verbrechen des Naziregimes mit dem GAZA-
Krieg ist nicht akzeptabel. Sie sind in ihrer ungeheuren Brutalität und ihrem Ausmaß
unvergleichbar. Und dabei muss es auch bleiben!“

Der Vorstand des NEFF


Rüdeger Baron - Günter Höcht - Hans-Jürgen Krauss

 

Diese Stellungnahme des NEFF zum Download

 

 


   

Texte zur Situation in Nahost seit Oktober 2023

Siehe Arbeitskreis Palästina

Siehe Fundstücke

Zur derzeitigen Situation empfehlen wir auch den Beitrag #2 auf "Fundstücke" - ein Text von Mark Twain von 1916