AK Schwerter zu Pflugscharen

Aktuelles

Das nächste Treffen des AK findet am 22. Juli 2022 um 10:00 Uhr im Friedensmuseum, Kaulbachstr. 2, Nürnberg statt


 

Gedanken zum Muttertag - Artikel für einen Gemeindebrief

 

„Rüstet ab“, „Rüstet ab!“

Vom Friedensaufruf 1872 zum  Muttertag 2022

Muttertag am 8.Mai – ein Tag der Freude, der Blumen, geschäftiger Kinder und kleiner Geschenke. Muttertag, in diesem Jahr aber auch beladen mit Krieg und Leid, dem Tod vieler Soldaten und der Not flüchtender Mütter und Kinder. Wer weiß schon, dass diese Situation dem Ursprung des Muttertages sehr nahe  kommt. 1872 forderte die bekannte Frauenrechtlerin Julia Word Howe, die die Gräuel des Bürgerkriegs in der Vereinigten Staaten erlebt hatte, einen Gedenktag, für die Mütter auf der ganzen Welt, deren Söhne in Kriegen ermordet werden, einen „Mother’s Day for Peace“ Sie rief Frauen auf, sich weltweit politisch zu engagieren und für Frieden einzusetzen, denn: „Wir Frauen eines Landes fühlen uns zutiefst mit den Frauen eines anderen Landes verbunden, so dass wir nicht erlauben sollten, unsere Söhne  dafür ausbilden zu lassen, um die der anderen umzubringen! Aus dem Urgrund der verwüsteten Erde ruft eine Stimme uns zu: Disarm, disarm (rüstet ab, rüstet ab)! Das mörderische Schwert hat nichts mit ausgleichender Gerechtigkeit zu tun!“

Doch es dauerte noch lange, bis die Tochter von J.W.Howe, Anna Jarvis, anlässlich des Todes ihrer Mutter 1908, einen Gedenktag als Muttertag durchsetzen  konnte, der dann 1914 von Woodrow Wilson zum nationalen Feiertag am zweiten Sonntag im Mai erklärt wurde. Bald jedoch entdeckte der Kommerz, wie gewinnbringend dieser Tag sein konnte. Trotz des scharfen Protests von Anna Jarvis ging damit die ursprüngliche Zielsetzung verloren. Den ersten Muttertag in Deutschland am 13.Mai 1923 unter dem Motto „Ehret die Mutter“ initiierte der Verband Deutscher Blumengeschäfte. Später prägten diesen Tag die jeweils herrschenden Interessen.  Nach dem Zweiten Weltkrieg waren es die Amerikaner, die ihn bei uns wiederbelebten und es waren die Wirtschaftsverbände, die den Muttertag als Fest der Geschenke förderten. Von einem politischen Anliegen war nicht mehr die Rede. Doch Mütter stehen weiterhin auf gegen den Verlust ihrer Söhne in Kriegen. Ein Beispiel  weltweit vernetzter Gruppen von „Müttern gegen den Krieg“ ist das vielfach ausgezeichnete Komitee der Soldatenmütter in Russland, das ab 1989 versuchte, Soldaten aus dem grausamen System des Militärdienstes zu retten und einen Ersatzdienst zu ermöglichen. Trotz Verbots und vieler Einschränkungen, sind die Frauen noch aktiv und fordern heute die Freilassung ihrer Söhne aus der Gefangenschaft in der Ukraine.

„Muttertag“- ein Weltfriedenstag, wäre ein schöner Gedanke. Dann könnte vielleicht auch der „Vatertag“ zu einem Tag der „Väter gegen den Krieg“ werden – ein noch schönerer Gedanke, von dem Reinhard Mey gesungen hat:

„Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!“

Adelheid v.Guttenberg


Eine empfehlenswerte Lektüre:

 

Bibel, Brille, Lesen, Studieren, Bücherei, Bibliothek

Vortrag von Prof. Dr. Gottfried Orth auf dem Studientag des Ökumenischen Netzes Bayern 2021

 

 

 

 

 

Die Veranstaltung mit

Dr. Alf Christophersen " Wenn Grundsätze zum Wanken kommen. Martin Niemöller zwischen Krieg und Pazifismus"

musste zum 3. Mal abgesagt werden. Sie ist nun für das Frühjahr 2022 in Auge gefasst. Genauere Angaben werden über den Verteiler des NEFF und die Homepage an dieser Stelle gemacht.

Dr. Alf Christophersen "Wenn Grundsätze ins Wanken geraten"

Veranstaltungsflyer "Wenn Grundsätze ins Wanken geraten"

 

 

Rückblick

 

Wir meldeten uns zur Bundestagswahl im Sept. 2021


1. Kleinanzeigen im Stadtanzeiger
Wir gaben ab dem 11.8.21 jeweils mittwochs, zum Teil auch für die Wochenendausgabe, im Stadtanzeiger der NN Kleinanzeigen auf mit dem Thema „Frieden und Abrüstung“. Einen Eindruck vermittelt das folgende Bild:

 

 

2. Briefaktion an die Kandidat*innen


Wir schrieben – jede/r für sich persönlich – an Kandidat*innen und fragten nach ihrer Einstellung zu unseren Themen.
Als Formulierungshilfen dienten folgende Texte:

 

Wir unterstützen das Friedensprojekt Svitac in Bosnien

 

 

Brcko liegt im Nordosten von Bosnien-Herzegowina. Bis heute gibt es dort immer wieder Spannungen zwischen Bosniern, Serben und Kroaten. Edina und Sanjin Vosanovic sind mit ihren Eltern vor dem Krieg im damaligen Jugoslawien nach Nürnberg geflohen. Längst sind sie zurückgekehrt. Weil sie selbst Krieg, Zerstörung und Flucht erlebt haben, ist ihr großes Anliegen, Feindbilder zwischen den Ethnien abzubauen, damit nie wieder Krieg entsteht. Sie arbeiten mit Kindern und Jugendlichen, Freiwillige aus anderen Ländern arbeiten mit, vermitteln Einblick in andere Sprachen und Länder, Kinder aus verschiedenen sozialen Verhältnissen begegnen sich. Und alle machen die Erfahrung, dass Verschiedenheit ein Gewinn sein kann, dass Zusammenleben möglich ist.

Wir haben für das Projekt Spenden gesammelt, weil uns diese konkrete Friedensarbeit überzeugt. Damit kann das „ Summercamp“ durchgeführt werden, eine einwöchiges Programm mit Workshops für Kinder und Jugendliche.

Übrigens: das Projekt heißt „Svitac“. Das ist „Glühwürmchen“ oder Lichtblick.

Mehr finden Sie unter svitac.bosnia.


 

Was ist maßvoll?

 

Johannes Volkmann hat mit seinem „Papiertheater“ eingeladen, zu diesem Thema „Stammtischgespräche“ zu machen und die Antworten der Stammtischgäste auf Bierdeckeln festzuhalten.

Der AK Schwerter zu Pflugscharen hat sich anregen lassen, mitzumachen. Wir haben uns die Bierfilze von Johannes Volkmann schicken lassen und dann- wie es grad so ist- uns virtuell ausgetauscht und unsere Einfälle auf Bierdeckeln festgehalten. Hier lesen Sie die Einfälle

 

Am Freitag, 13.11.2020 machte der "AK Schwerter zu Pflugscharen" zusammen mit Mission EineWelt eine Straßenaktion  im Rahmen der Friedensdekade 2020 mit dem Motto " Umkehr zum Frieden". Das Bild auf der Startseite zeigt Personen mit "Verkehrsschildern" die Umkehr thematisieren.Wir schlossen die Veranstaltung um 17.00 Uhr ab durch ein Friedensgebet in St.Lorenz mit Pfarrerin Gisela Voltz. Die versammelten Verkehrsschilder gehörten mit dazu.

Schluss mit Krieg - der Ursprung des Muttertags

 

Die für den 12.5.2020 geplante Veranstaltung des AK Schwerter zu Pflugscharen zusammen mit dem Friedensmuseum wurde abgesagt.
Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

 

Bereits jetzt können Sie sich informieren.

Sivia Weißhaar und Marlene Faltermaier-Jahn schreiben, worum es geht.

Laden Sie hier den Aufsatz zum Muttertag herunter.

 


 

Friedensweg im Herbst 2019