Friedenszeichen - wahrnehmen

Atomwaffenverbotsvertrag tritt in Kraft

Abdruck der Mitteilung des Presse- und Informationsamtes der Stadt Nürnberg

 

Nr. 41 / 20.01.2021
Stadt Nürnberg
Presse- und
Informationsamt
Leitung:
Andreas Franke
„Mayors for Peace“ begrüßen Inkrafttreten des
Atomwaffenverbotsvertrages
Am Freitag, 22. Januar 2021, tritt der von den Vereinten Nationen im Jahr
2017 verabschiedete Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft: Atomwaffen sind
ab jetzt völkerrechtlich geächtet und verboten. Als Mitglied der
Organisation „Mayors for Peace“ hisst die Stadt Nürnberg als Zeichen der
Unterstützung an diesem besonderen Tag die Flagge des
Städtebündnisses – sie wird am Internationalen Haus am Hans-Sachs-
Platz wehen.
„Mayors for Peace“, ein von Hiroshima geführtes, weltweites
Städtebündnis mit rund 8 000 Mitgliedern – darunter auch Nürnberg als
eine von etwa 700 Kommunen in Deutschland. Das Bündnis begrüßt das
Inkrafttreten des Vertrags, wie Nürnberg hissen viele deutsche
Mitgliedsstädte am 22. Januar die Flagge des Bündnisses. „Der
Atomwaffenverbotsvertrag ist ein Meilenstein auf dem Weg zu Global
Zero, einer Welt ohne Atomwaffen. Die humanitären Folgen eines
Atomwaffeneinsatzes sind verheerend. Wir brauchen jetzt eine neue
Debatte über nukleare Abrüstung und Rüstungskontrolle. Eine friedliche
und sichere Zukunft lässt sich nur in einer Welt ohne die Bedrohung durch
Atomwaffen gestalten“, betont Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus
König.
Städte mit ihrer Infrastruktur und einer hohen Bevölkerungszahl gelten
nach wie vor als vorrangige Ziele eines nuklearen Angriffs. Der Vertrag
über das Verbot von Kernwaffen (TPNW) wurde von den Vereinten
Nationen am 7. Juli 2017 mit 122 Stimmen angenommen und kurz darauf
zur Unterschrift freigegeben. Nach der am 24. Oktober 2020 erfolgten
Ratifizierung kann er nun vertragsgemäß am 22. Januar 2021 in Kraft
treten. Die Atommächte sind ihm allerdings nicht beigetreten, auch
Deutschland ist nicht dabei. In dem völkerrechtlich bindenden Vertrag
verpflichten sich die Unterzeichnenden, keine Atomwaffen zu entwickeln,
herzustellen, anzuschaffen, zu besitzen oder zu lagern. Zudem umfasst er
die Verpflichtung, Personen, die von Kernwaffentests oder -einsätzen
betroffen sind, umfassende Hilfe zu leisten und geeignete Maßnahmen
zur Umweltsanierung der kontaminierten Gebiete in ihrem Hoheitsgebiet
zu ergreifen.
Noch immer jedoch verfügen die Atommächte über schätzungsweise
13 400 Nuklearwaffen. Derzeit investieren jene massiv in die
Modernisierung und Einsatzfähigkeit ihrer Atomwaffenarsenale.
Vereinbarungen zur nuklearen Abrüstung wurden aufgekündigt, ohne
dass ein Folgevertrag an seine Stelle getreten wäre.
maj

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Noch ein Hinweis dazu: An vielen Orten überall in Deutschland hängen Fahnen mit dem Aufdruck

Sie sind sozusagen ein Ausdruck der Freude über das Erreichte...

Dazu gibt es noch Aktionen vom Friedensmuseum Nürnberg   -  Näheres...


 

Wir vom NEFF sind aktiver Kooperationspartner im Nürnberger Friedensforum, dem Bündnis vieler Nürnberger Friedensinitiativen.

Am 05.12.20 fanden in 96 Orten in Deutschland Aktionen gegen die geplante Erhöhung der Militärausgaben im nächsten Bundeshaushalt statt. Das Nürnberger Friedensforum beteiligte sich an dem bundesweiten Aktionstag mit einer Kundgebung am Hallplatz.
Trotz Corona und verschärften Ausgangsbeschränkungen in Nürnberg kamen etwa 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das werten wir unter den Bedingungen als Erfolg.

Dabei wiesen wir auch darauf hin, dass Nürnberg immer dann mit dem Wort "Frieden" in Verbindung gebracht wird, wenn von den Nürnberger Prozessen die Rede ist. In diesem Jahr feiern wir den 75. Jahrestag dieser Prozesse. Sie bildeten den Grundstein für internationale Gerichtsbarkeit zur Wahrung der Menschenrechte. Das Grußwort von Michael Ferencz, dem Chefankläger der Nürnberger Prozesse - mittlerweile 100 Jahre alt - wurde bei unserer Aktion von Hans-Günter Schramm verlesen. Es wurde zwar für die Jubiläumsfeierlichkeiten gehalten, bietet aber gleichzeitig Rückenstärkung und Einordnung für uns als Friedensbewegung. Das Grußwort ist hier verlinkt  und kann als TEXT heruntergeladen werden. Hier der link zum VIDEO

 

 


Friedensdekade - Umkehr zum Frieden


Unter sehr ungünstigen Bedingungen fand die diesjährige Friedensdekade statt. Einiges musste leider entfallen. Trotz Corona-Einschränkungen wurden aber – im Rahmen der uns auferlegten Regelungen – Veranstaltungen durchgeführt. So hat pax christi am Südfriedhof, wie in jedem Jahr, in einer Andacht an die im 2. Weltkrieg umgekommenen Zwangsarbeiter*innen gedacht, am Hallplatz haben wir am Freitagnachmittag auf die Umkehr zum Frieden aufmerksam gemacht, und in unserem Gottesdienst in St. Egidien ging es um den Frieden unter uns, in unserem Land und in der Welt. Die Menschenrechte in Israel und Palästina nahm Petra Schöning von amnesty international in den Blick – leider nur online mitzuerleben, aber mit vielen Informationen. Über die Beteiligung bei diesen Angeboten konnten wir uns nicht beklagen.

Das ist jetzt nur eine Auswahl aller Veranstaltungen zum Frieden, die in den letzten zehn Tagen bei uns stattfanden. Vielen Dank an alle, die ihre Kreativität ausgepackt und entsprechend umdisponiert haben.  Und danke auch für alle aktive Teilnahme und die gegenseitige Ermutigung zur „Umkehr zum Frieden“! 

 

Rückblick:

 

1.September Antikriegstag

Als Mitglied im Nürnberger Friedensforum haben wir zusammen mit dem DGB eine Kundgebung und kleiner Demo organisiert. Anschließend waren workshops im DGB Haus.

Hier ein Zeitungsartikel dazu...